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    Berner Frauen verpassen möglichen Befreiungsschlag

    Von Holger Holger | 28.April 2014

    Mit einem 4:3 mußten sich unsere Regionalligafrauen dem „Multi-Kulti-Team“ von Al Dersimspor Berlin, am Sonntagnachmittag, knapp geschlagen geben. In den letzten Spielminuten verließ die Sympathie des Fußballgottes die junge Mannschaft um Spielführerin Denis Beilke und wandte sich den spielstarken Gastgebern zu. In der 87. Minute hatte man die Riesen-Riesenchance, beim Spielstand von 3:3, mit 4:3 in Front zu gehen und dann diese so wichtigen 3 Punkte im Abstiegskampf über die Zeit zu bringen. Aber es kam alles ganz anders ! Der Reihe nach : Schon nach 18 Sekunden lag der Ball im gegnerischen Netz ! Anja Wagner spielte vom Anstoß weg einen herrlichen langen Ball auf die junge Vivien Schuldt, welche die Berliner Abwehr förmlich überrannte und beherzt abschloß. Es stand 1:0 für die Gäste aus Mecklenburg ! Aber gleich in der 3.Spielminute konnte Ulrike Beyer für die Schützlinge von Trainer Durul Bingolo ausgleichen. Es entwickelte sich ein temporeiches Spiel  mit vielen Strafraumszenen. Auf Seiten der Gastgeber konnten besonders Sanna El-Agha und Zeynep Kucak brillieren, welche den Spielfluß immer wieder an sich rissen und Tormöglichkeit auf Tormöglichkeit erspielten. Die neu zusammengestellte Viererkette um Jule Lischinski und Antje Kupfer hielt dagegen und entwickelte ein geschicktes Konterspiel über die beiden Angriffsspitzen Anja und Antje Wagner. Dennoch gelang in der 9.Minute wiederum Ulrike Beyer der Führungstreffer zum 2:1. Im Anschluß daran hatten die Viertorestädterinnen mehr vom Spiel und bekamen erste sehr gute Einschußmöglichkeiten. In der 37.Minute vergab  Antje Wagner noch völlig freistehend in aussichtsreicher Position, zwei Minuten später konnte dann aber Jule Müller den Ausgleich für die Schützlinge vom Trainergespann  Onni Berner/ Holger Huhs  erzielen. Mit diesem 2.2 ging es dann in die Pause. Allen Beteiligten war nach diesem Spielverlauf klar – hier und heute ist  ein Erfolg möglich und man könnte wichtige Punkte mit nach Hause nehmen. Von Chef Onni Berner wurde angemahnt sich zu konzentrieren, das Paßspiel nach vorn zu verbessern und die Handlungsschnelligkeit zu erhöhen. Den besseren Start in Halbzeit zwei hatten aber wieder die Berlinerinnen , in der 54.Minute konnte Ulrike Beyer mit ihrem dritten Tor in dieser Partie ihre Mannschaft wieder in Führung bringen. Immer wütender wurden die Angriffe von Dersimspor – sie wollten die Vorentscheidung erzwingen. Aber immer wieder konnte Swacken Hagemann ihre Vorderleute vor einem höheren Rückstand bewahren (4./28./35./55./ 71.)  Und nach vorn wurde gekontert. Einer dieser schnell vorgetragenen Angriffe über Eva Heller und Anja Wagner brachte dann auch den verdienten Ausgleich in der 61. Minute . Anja Wagner stellte ihre Torjägerqualitäten unter Beweis und vollendete unhaltbar. Das Spiel war offen – das Spiel wogte hin und her. Dersimspor drückte und NB konterte. In der 87. Minute dann ein herrlicher Sololauf von Anja Wagner auf der linken Seite – sie lief allen gegnerischen Abwehrspielerinnen davon – narrte die Torhüterin und legte gekonnt auf ihre besser positionierte Schwester Antje ab. Die Berliner Torhüterin am Boden – das Tor leer und alle hatten den Jubelschrei schon auf den Lippen, aber Antjes Ball landete an der Latte ! Das ist im Fußball schon ganz anderen Größen passiert und was dann fast im direkten Gegenzug geschah auch. Fünf  „Riesenparaden“  hatte Swantje Hagemann an diesem Nachmittag gezeigt, ihre Mannschaft vor weiteren Gegentreffern bewahrt. In der letzten Spielminute rutschte Swantje ein Ball von Katja Voigt durch die Finger und trudelte ins Netz ! 4:3 Siegtreffer für Al Dersimspor ! So grausam kann Fußball sein ! In der 87.Minute noch kurz vor einem großen Erfolg und wenige Minuten später stand man mit leeren Händen da.

    Co.- Trainer Holger Huhs nach der Partie : “ Schon bitter, aber hier haben wir heute richtig Lehrgeld gezahlt !  Ein Erfolg war greifbar nahe und zum Schluß … . Wir müssen einfach konzentrierter Fußball spielen!  Zu viele Unachtsamkeiten – zu viele individuelle Fehler verhindern einen positiven Ausgang. Wir haben einen durchaus möglichen Befreiungsschlag verpatzt und den Abstiegskampf noch einmal sehr spannend gemacht. Jetzt müssen wir uns die fehlenden Punkte am kommenden Sonntag, zu Hause, gegen  Marzahn holen.Und das werden wir nur schaffen, wenn wir gemeinsam für diesen Erfolg kämpfen! Niemand wird uns in den letzten Spielen etwas schenken! Alle müssen sich dessen bewußt sein – alle !!! „

    Topics: 1.Frauen, Allgemein | Kein Kommentar »

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