1.FC Neubrandenburg 04
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    Bittere Lehrstunde für FCN-Frauen

    Von Julius Klawsko | 10.November 2014

    1. FC Neubrandenburg 04 – FF USV Jena II 0:4 (0:3).

    Die Bundesliga-Reserve des FF USV Jena machte mit den Neubrandenburgerinnen kurzen Prozess und kam zu einem nie gefährdeten 4:0-Auswärtserfolg. Während die Bundesliga-Kickerinnen aus Jena zeitgleich gegen den FC Bayern München mit 1:4 unterlagen, machte es der Regionalliga-Tabellenzweite besser und lag schon nach einer halben Stunde mit 3:0 in Front. „Wir hatten uns viel vorgenommen, sind dann aber in den ersten 45 Minuten in Ehrfurcht erstarrt und haben zu keinem Zeitpunkt Zugriff auf die Gegenspielerinnen bekommen“, bilanzierte FCN-Trainer Matthias Trenn.

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    Die junge Neubrandenburger Elf, gleich sieben U-17-Spielerinnen standen in der Anfangsformation, zeigte sich beeindruckt von der Spielfreude der Gäste. Spiegelbildlich dafür der Treffer zum 0:1-Rückstand nach acht Minuten. Auf der linken Abwehrseite schauten drei FCN-Kickerinnen trotz dreifacher Überzahl nur zu. Die USV-Akteurin konnte seelenruhig flanken und Stephanie Milde vollendete aus zwölf Metern mit einem Treffer der Marke „Tor des Monats“.

    Danach parierte FCN-Keeperin Svantje Hagemann zweimal großartig (15., 20.) und bewahrte ihr Team vor einem größeren Rückstand. Nach einem Eckball fiel schließlich das 0:2 (26.). „Eine unglückliche Szene, die uns in eine Art Schockstarre versetzt hat“, so Trenn. Zunächst erwischte Hagemann das Leder nicht richtig, dann krachte der Klärungsversuch von Antje Wagner an den Körper von Maxi Lehnhard und von dort ins FCN-Gehäuse. Zwei Minuten später konnte Jena vom eigenen Strafraum aus unbehelligt bis in die torgefährliche Zone kombinieren. Maxi Krug schloss den Angriff elegant ab und erzielte den dritten USV-Treffer. Weitere 120 Sekunden später zeigte sich Hagemann auf dem Posten und hielt den Rückstand sensationell in Grenzen. In der Folge besannen sich die FCN-Spielerinnen und ließen nichts mehr zu.

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    Nach dem Seitenwechsel zeigte der 1. FCN 04 ein anderes Gesicht. Die Kabinenpredigt des Trainers hatte ihre Wirkung nicht verfehlt. „In der ersten Hälfte hat mich vor allem unser unzureichendes Zweikampfverhalten gestört. Es kann nicht sein, dass Jena erst in der 36. Minute den ersten Freistoß zugesprochen bekommt – Fußball ist kein körperloses Spiel“, sagte FCN-Coach Trenn.

    Jena verbuchte nur noch selten konstruktive Angriffe. Die Standards der Gäste blieben allerdings stets gefährlich. Aus einem Einwurf heraus erzielte Krug nach 56 Minuten ihren zweiten Treffer. Aus 18 Metern zirkelte die USV-Spielerin die Kugel unhaltbar ins Eck. Zudem traf der USV nach 66 Minuten bei einem Freistoß aus 20 Metern nur das Lattenkreuz.

    Die Angriffsbemühungen der Neubrandenburgerinnen erstickten gegen die gut organisierte gegnerische Defensive zumeist im Keim. Dennoch verbuchte Jessica Blietz nach 70 Minuten eine große Möglichkeit zum Ehrentreffer. Die eingewechselte Vivien Schuldt ebnete den Weg für Blietz, die das Tor bei ihrem Versuch um Zentimeter verfehlte. Fünf Minuten vor dem Schlusspfiff rückte schließlich Hagemann nochmals in den Mittelpunkt und vereitelte eine große Gelegenheit der Gäste bravourös.

    FCN: Hagemann, Knappe (67. Kupfer), Weglowski (78. Pein), Blietz, Radeke (46. Schuldt), Beilke, Völker, Voß, Gransow, Antje Wagner, Lorenz

    Torfolge: 0:1 Milde (8.), 0:2 Lehnhard (26.), 0:3 und 0:4 Krug (28., 57.)

    Gelbe Karte: Hagemann (65., Foulspiel)

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