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    Rabea Weglowski schießt den 1. FCN 04 ins Halbfinale

    Von Julius Klawsko | 24.November 2014

    Landespokal-Viertelfinale. 1. FC Neubrandenburg 04 – Rostocker FC 1:0 (0:0). Mit einem Kraftakt haben die Fußballerinnen des 1. FC Neubrandenburg 04 den Verbandsligameister Rostocker FC niedergerungen. Den goldenen Treffer für das Team von Trainer Matthias Trenn erzielte Rabea Weglowski. Die 16-Jährige bewies starke Nerven und versenkte in der 84. Minute einen Foulstrafstoß.

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    Nervenstark: Rabea Weglowski.

    „Es wurde für uns die erwartet schwere Aufgabe – die Rostocker haben bewiesen, dass sie zurecht amtierender Verbandsligameister sind und es kein Zufall ist, dass sie mit nur zwei Gegentoren die mit Abstand beste Verteidigung der Verbandsliga stellen“, sagte Trenn nach der Partie. Vor der Begegnung hatten zahlreiche Ausfälle für viele Sorgenfalten beim FCN-Coach gesorgt. „Krankheit, Arbeit und Verletzungen haben uns zum Improvisieren gezwungen“, so Trenn. „Meine Mädels haben auf die Zähne gebissen und besonders in der zweiten Hälfte eine tolle Leistung abgeliefert.“ Aufgrund der angespannten Personalsituation rückten Katharina Berner und Kim Krohn in die Startelf – beide hatten ihre aktive Karriere eigentlich schon beendet.

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    Kim Krohn (Mitte) spielte bei ihrem Comeback groß auf.

    Die Vier-Tore-Städterinnen dominierten gegen tief stehende Gäste von Beginn an das Pokal-Duell. Nach 90 Minuten standen fast 80 Prozent Ballbesitz auf der FCN-Habenseite. Die Rostockerinnen kämpften aufopferungsvoll in der Defensive, warfen sich in jeden Ball und ließen in den ersten 45 Minuten kaum etwas zu. Einzig Weglowski zwang RFC-Keeperin Vanessa Gogolinski zu einer Glanzparade (38.). Offensiv deuteten die Gäste ihre vorhandenen Qualitäten bei schnellen Kontergegenstößen an. Juliane Korinth, Tracy Sawallich und Anika Lundschien per Kopf verbuchten gute Möglichkeiten.

    Im zweiten Abschnitt dominierte der 1. FCN das Geschehen fast nach Belieben. „Wir haben das Leder laufen lassen und geduldig gespielt. Was fehlte war gegen eine gut organisierte Abwehr der nötige Zug zum Tor“, bilanzierte Trenn. Besonders nach Standards geriet das Rostocker Bollwerk ins Schwanken – fiel aber nicht. Aus dem Spiel heraus war meist am Sechzehner für die Neubrandenburger Offensive Endstation. Die Folge: Einzig Distanzschüsse erzeugten Torgefahr. RFC-Torfrau Gogolinski zeigte sich dabei aber stets auf der Höhe und war ein sicherer Rückhalt für ihr Team.

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    Katharina Berner (links) bot eine überragende Leistung.

    In der 73. Minute hatte die kurz zuvor eingewechselte Hanka Paschedag mit der ersten und einzigen Rostocker Chance in Hälfte zwei die große Möglichkeit den RFC in Führung zu schießen. Aus abseitsverdächtiger Position scheiterte Paschedag nach einem Konter an FCN-Torhüterin Svantje Hagemann.

    Die Bemühungen des Regionalligisten wurden schließlich sechs Minuten vor dem Ende belohnt. Nach einer tollen Kombination drang Vivien Schuldt in den gegnerischen Strafraum ein und wurde rüde von den Beinen geholt. Den fälligen Strafstoß verwandelte Weglowski zum 1:0-Endstand.

    Im Halbfinale warten auf den 1. FC Neubrandenburg 04 der SV Hafen Rostock, der Güstrower SC 09 und der aktuelle Verbandsligaspitzenreiter sowie Pokal-Titelverteidiger FSV 02 Schwerin als mögliche Gegner.
    FCN: Hagemann, Voß (46. Nitzke), Wagner, Lorenz (80. Pein), Weglowski, Heller, Beilke, Kupfer, Krohn, Berner (68. Radeke)

    Tor: 1:0 Weglowski (84., Foulstrafstoß)

    Gelbe Karten: Voß (41., Foulspiel), Schuldt (80., Foulspiel) – Timm-Vengerov (49., Foulsspiel)

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